Samstag, 29. August 2015

In der großen Stadt - in Schlapfen

Einer der Vorteile, wenn man alleine reist: Ausschlafen ohne Zeitdruck. Das schöne an einem Zimmer ohne Fenster ist die absolute Dunkelheit. Blöderweise brachen 5 der 7 anderen Leute im Zimmer um 9 auf, da konnte ich dann nicht mehr schlafen. Ich packte also in einem Tempo, das ich als Alleinreisende für angemessen hielt, mein Zeug zusammen. Weil der erste Tag war, packte ich auch unnötige Dinge wie mein Loka Wasser mit Süßigkeiten-Geschmack ein - man weiß ja nie. Mein Rucksack war schon ein bisschen zu schwer. Ausserdem malte ich mir ein Full Face of Makeup an um mich im stylischen Stockholm fabulous zu fühlen. Die Wahl der Schuhe stellte ein Problem dar, denn die Bergschuhe waren ein bisschen zu warm und zu klobig für meine beige Hose und das blumige Oberteil. Also nahm ich die Sandalen, was mir meine Füße relativ schnell übel nahmen. Auch die beige Hose war nicht die beste Idee, da ich (vermutlich von meiner Oma) ein veerbtes Talent zum anpatzen habe. Ich brach auf und ging erstmal zum Bahnhof, weil ich (leider falsch) in Erinnerung hatte, dass dort gegenüber die Touristeninfoirgendwas ist. Ich verbrachte ziemlich viel Zeit damit eine Infostelle zu suchen. Unterwegs geriet ich unfreiweillig in 2 H&Ms. Die sind hier aber auch überall und leuchten einen in verführerischem Rot an. Auch in Åhlens City ging ich hinein. Da schaute ich kurz zu wie eine perfekt gestylte Frau anderen nicht so gestylten Frauen von der Zauberkraft des Makeups erzählte. Zumindest gehe ich davon aus, dass sie ungefähr über das sprach. Für genaueres Zuhören hatte ich keine Zeit. Ich musste ja weiter. Im unteren Stockwerk fand ich einen Friseur und fragte mal unauffällig wieviel Spitzenschneiden kostet. Als ich im selben Moment die Preiskarte sah und die Frau mir dieselbe auch noch erklärte, wurde mir klar, dass Åhlens City wohl in keiner Einkaufsrubrik meiner Preisklasse entspricht. Also ging ich wieder raus und strich Åhlens City aus meiner Liste von Lieblingseinkaufszentren. 

Nachdem ich die schlimmen H&Ms hinter mir gelassen hatte ging ich nochmal zum Bahnhof weil es dort Wlan gibt. Dort suche ich mir die Adresse von einem Infocenter raus und marschierte dorthin. Da fand ich zwar die Flagge aber das Lokal an der Stelle war ein Coffeeshop. Da war ich dann schon ein bisschen genervt. Mit dem Coffeeshop Wlan suchte ich noch eine andere Adresse und stellte fest, dass die direkt neben mir lag. Im Sergel Torg. Das ist eine Art großer Platz zu dem man rundherum mit Stiegen runtergehen kann und der dann in die unterirdische Welt der Galerian, einem weiteren gewaltigen Einkaufszentrum führt. Da ging ich also die Treppen hinunter und suchte nach einem Infocenter, ich ging weiter in die Tiefen der Galerian und kam irgendwo schließlich wieder bei einem H&M an. Da musste ich natürlich wieder reingehen um ein bisschen Energie zu sammeln. Ich kaufte mir ein fabelhaftes Outfit und ging dann gemustert und gestreift wieder den Weg zurück zum Sergel Torg. Oben an der Treppe erblickte ich plötzlich das riesige T für Tourist Center. Dort bekam ich dann innerhalb von 10 Minuten meine heiß ersehnte Stockholm Card und brach dann auf zu einer Royal Canal Tour. Beim Warten stand ich neben einer netten Wiener Familie mit drei Töchtern die sich alle angrantelten. Ich freute mich auf die Bootsfahrt. 

Im Boot suchte ich mir einen Fensterplatz mit möglichst unzerkratzen Scheiben und setzte die Kopfhörer auf. Da lief klassiche Musik mit leichtem Tinitusquietschen, nach ein paar Minuten hatte ich den Tinitus auch und es störte mich nicht mehr. Die Tour geht normalerweise um die Insel Djurgården herum, heute war der Wasserstand allerdings zu niedrig und wir konnten nur um die halbe Insel herumfahren. Ich versuchte erst mir die Führung auf schwedisch anzuhören, aber bei dem Tinitus und meiner eher schwachen Aufmerksamkeit, wirde mir das schnell zu mühsam. Wir fuhren an wichtigen Stellen wie der Sinkstelle der Wasa, dem Botschaftenviertel und dem Fotografiemuseum vorbei. 

Nach der Tour fuhr ich noch mit dem Boot auf die Insel und ging ins Wasamuseum. Beim Reingehen war ich wieder so überwältigt wie beim ersten Mal. So ein großes, schönes Schiff und so eine schlechte Kamera um es zu fotografieren! Ich setzte mich ins Kino und sah die letzten 2 Minuten des Dauerschleifenfilms an. Dann ging ich wieder raus und meine Ohren erfassten den Klang einer Stimme die zu einem Studenten gehörte, der gerade die Geschichte der Wasa schilderte. Im Sommer wird die gesamte Stadt von Studenten erhalten und dieser hier erzählte voll Insbrunst und Humor wie im Endeffekt bei den Verhören der Zeugen rauskam, dass der König und Gott Schuld hatten am Sinken der Wasa. Das heißt keiner wurde bestraft, denn der König und Gott sind ja viel zu wichtig. Danach sah ich mir die letzten 15 Minuten des Films auf Russisch mit englischen Untertiteln an. Wieder etwas schlauer. Auf dem Weg in den ersten Stock ging ich noch an einer Gruppe vorbei die von Jesus irgendwas zu den Bemalungen erzählt bekam. Ich gehe davon aus, dass er Jesus war, denn er sah so aus und predigte von den Malereien zu seinen Jüngern/Touristen. Er wurde aber etwas aus dem Konzept gebracht durch eine Gruppe Amerikaner die laut über irgendwas lachten, sehr oft und sehr lang. Die gingen mir auf die Nerven, deswegen ging ich rauf. Die restlichen Stockwerke von denen man auf das Schiff blickt ging ich flott durch. Im unteren Geschoss konnte man rekonstruierte Gesichter von den gefundenen Toten an Bord begutachten. Da stand auch ob sie unterernährt oder krank waren. Waren sie auch. Denen ging es nicht so gut damals. 
Zum Abschied schaute ich nochmal kurz in den Film auf Deutsch rein und dann ging ich wieder. Ich war ziemlich fertig, der erste Tag mit Suchen und den blöden Sandalen war anstrengend genug.

Da ich mich ungern in eines der teuren Restaurants an der Drottninggatan setzen wollte - wäre ja total unstudentengerecht - ging ich erstmal heim. Dort googlete ich zum Thema billiges Essen in Stockholm. Und fand eine Pizzeria die nicht weit weg und nicht zu teuer war. Dort marschierte ich dann um halb 9 hin und setzte mich allein hin. Logischerweise. Zum Glück lag eine Zeitung auf dem Tisch die ich mit flammender Leidenschaft las. Ich bestellte irgendeine Pizza des Hauses und Wasser. Ich glaube die zwei Italiener fanden mich ein bisschen schräg, vor allem weil ich auch noch versucht hatte auf schwedishc zu bestellen und der eine mir aber nach 5 Minuten auf die Schliche kam. Gegen Ende der Pizza, und der Zeitung, gingen auf einmal zwei Typen vorbei die ich eindeutig als Oberösterreicher identifizieren konnte. Ich fragte mich wieder mal wozu ich eigentlich jemals ins Ausland fahre. Die 2 setzten sich zwei Tische neben mich und ich freute mich, weil die meine Sprache sprachen. Ich war aber so gut wie fertig und nach dem Bezahlen verabschiedete ich mich schweren Herzens und im Stillen von ihnen. 

Der erste Tag ist nun vorbei und ich geh jetzt heihei.

Andere Länder, andere Züge

An dieser Stelle möchte ich noch mein letztes Frühstücksbild nachreichen. 


Und weils so schön ist, mein letzter Moskitostich: sieht etwas ungesund aus..



Bevor ich zum Bahnsteig ging, wollte ich noch ein bisschen Essen kaufen für die lange Reise. Es ist ein nicht ganz alltägliches Gefühl mit einem großen Koffer in einen Supermarkt zu gehen.

Am Bahnsteig gab es zwei Ticketautomaten. Einen davon belagerte ich um mir mein Ticket zu kaufen.
Meine Route war Nybro - Alvesta und Alvesta - Stockholm. Der erste Zug war ein Öresundståg, bei dem ist die Zeit wurscht. Da kauft man das Ticket und fährt dann mit dem nächstbesten Zug die gekaufte Route, so wie daheim üblich. Nicht so bei SJ (einer von mehreren Zuggesellschaften in Schweden, soweit ich das verstanden habe) bei denen kauft man ein Ticket für einen bestimmten Zug und einen Platz. Am Automat stellte ich fest, dass der Zug den ich um 14:21 von Alvesta nehmen wollte nicht mehr verfügbar war. Das leuchtete mir nicht ganz ein, ich kaufte einfach ein Ticket für den um 16:21 (ja 2 Stunden später) und hoffte, dass das funktionieren würde. 
Es funktionierte nicht. Ich stieg in den 14:21 Zug ein, wo mir der Schaffner dann erklärte, dass ich den nächsten Zug nehmen muss. Das war also der Plan, in Nässjö aussteigen, zwei Stunden (plus eine halbe Stunde Grundverspätung) warten und dann weiterfahren. Zum Glück gabs Wlan. Das rettet einem immer den Tag. 
Ausserdem stellt sich bei mir ein wirklich dauernder Grantigkeitszustand nur ein, wenn der Grant von innen kommt und/oder bei Erschöpfung. Durch äußere Einflüsse wie z.B. Verkettungen von unangenehmen Umständen entlockt man mir höchstens 20 Minuten des angfressen seins. 

Nach zwei Stunden Youtubevideos ging ich wieder zum Bahnsteig, wartete auf den Zug, beobachtete angetan einen Hund der scheinbar noch nie etwas tolleres als Bahnsteigfließen erlbet hatte und suchte dann im Zug meinen Platz. In 3 Stunden war ich im Schärenland und nach einigem herumirren, Rückkehr zum Bahnhof-Wlan um nochmal das Karten App zu nutzen kam ich auch irgendwann beom Hostel an, checkte ein, zerrte meinen unmöglichen Koffer das Stiegenhaus hinauf, wurde dafür von einem Hostelgast gelobt, und fand mein Zimmer. Ja und der Rest war übliches Ankommverhalten. Wlan nutzen, herumräumen, Bett beziehen, ein bisschen planen, und nicht gut schlafen. 


Ein vergleichsweiße unspektakulärer Tag, dafür werden die nächsten umso extremer! :)

Freitag, 28. August 2015

Die Stärke einer Frau allein im Wald

Da das Leben im Wald zwar schön ist, man dabei aber nicht wirklich viel vom Land sieht, überlegte ich ob ich noch woanders hinfahren sollte. Außerdem hatte Jouke gemeint, dass er vom 21.-23. nicht da ist. Ohne Auto und mit einem miserabel gepackten, viel zu schweren Koffer bin ich aber nicht mobil. Was ist dann besser als Städtetourismus? Die einzge Stadt die mir relevant erschien war Stockholm. Da war ich ja schon mal mit meiner Mama und wir hatten die Zeit hauptsächlich in Gröna Lund verbracht. Also gabs noch einiges zu sehen und überhaupt wirds ja in der Hauptstadt Skandinaviens (das behauptet Stockholm von sich selbst) genug zu sehen geben um ein zweites Mal hinzufahren. Vor allem da ich allein unterwegs bin, war ich froh, dass ich Stockholm schon ein bisschen kannte und ernannte es kurzerhand zu meinem nächsten Ziel. Bei den Nachbarn im Land des Internets suchte ich gleich mal nach Hostels. Eine gewisse Website von der ich einiges erwartet hatte in der Sache Hostel wurden mir nur 3 Hotels (ohne s) vorgeschlagen, von denen eines in einem Flugzeug war. Was natürlich hervorragend in mein Budget passt. Ich hab kein festgelegtes Budget, was aber nicht heißt, dass ich in einem Flugzeug wohnen will. Nach kurzer Zeut war mir klar, dass es nicht wirklich die Zeit war für kurzfristige Buchungen. Wie durch ein Wunder schlug mir eine Website aber Interhostel vor. Das war wirklich günstig und sah auf den Foros sehr cool aus. Um überhaupt Ergebnisse zu erhalten musste ich vorher den Zeitraum auf 23.-28. 8. einschränken. Früher gings nicht. Das war ein kleines Problem. Das hieß, dass ich 2 Nächte allein im Wald bleiben musste. Der Gedanke verursachte nicht gerade Freudenschauer bei mir. Ich suchte lieber nach Hostels die irgendwie am Weg lagen. Der Zug nach Stockholm hielt auch in Lin- und Norrköping. Das sind ja keine Kaffs, da musste es doch Hostels geben. Gibt es aber scheinbar nicht. Vielleicht sind die zwei Städte nicht so die Rucksacktouristenziele. Nach kurzem Suchen war mir kar, dass ein Zwischenstop keine Option war. Also hieß es doch Wald. 

Das Hostel in Stockholm buchte ich natürlich trotzdem. Ich fing zumindest damit an. Bei der Abfrage der Kreditkartendaten wurde mir bewusst, dass ich zwar alle relevanten Nummern fürs Onlinebanking auswendig kann, aber nicht die Kreditkartennummer. Und meine Geldbörse hatte ich nicht dabei. Wer denkt schon daran seine Geldbörse mitzunehmen wenn man etwas buchen will. Absurd!
Da ich Angst hatte, dass die Zimmer in einer halben Stunde (Weg zum Haus und zurück) nicht mehr frei sein könnten, war ich ein bisschen verzweifelt. Nachdem ich aber nochmal die Verfügbarkeit gecheckt hatte,  war ich etwas beruhigt. Wir durften uns dann auch ein Auto leihen und es dauerte nicht so lang. Mit Geldkarten bewaffnet kam ich zurück zum Internet und die Bezahlseite war immer noch aufrufbar, also überhaupt kein Problem. Bis eine halbe Stunde nach dem Buchen eine Email kam in der stand, dass die Zahlung nicht durchführbar war. Ja was denn jetzt noch alles?? Ich gab nochmal gaaaaanz vorsichtig die Daten ein und hoffte, dass am nächsten Tag eine Bestätigung da sein würde. 
An dem Abend war ich ziemlich unruhig, weil ich merkte wie ungern ich jetzt nach Hause fahren wollte. 

Am nächsten Tag war zum Glück alles geklärt. Warum die Zahlung anfangs nicht funktioniert hatte, weiß ich nicht, jedenfalls war jetzt alles in Ordnung. Zwischen mir und Stockholm waren nur mehr 2,5 Tage im Wald. 

Wir chillten noch ein bisschen im Internetland und Jouke zeigte mir die Farm der Nachbarn. Ich hatte bisher nur das Wohnhaus und den Garten drumherum gesehen. Der Rest entpuppte sich als ein riesiges Glashaus vor dem auch noch meterlange Zucchini- und Kürbisfelder lagen. Bei dessen Anblick musste ich mir automatisch vorstellen wie meine Mama freudig quietschend und in vollkommener Begeisterung zwischen dem ganzen Gemüse herumläuft und ausflippt. Meine Mama mag Gemüsegärten und Geschirr. Und mich. 

Zu Mittag fuhren wir Jouke zum Bahnhof. Der Abschied war sehr erfgreifend und tränenreich. "Ja wir sehen uns dann nächstes Jahr, ne. Alles klar, tschüss!" Dann fuhr ich mit Vater Nachbar (ich nenn die Nachbarn mal nur [Anrede] Nachbar, ich weiß ja nicht ob die das mögen in einem Blog erwähnt zu werden) noch 3 Stunden durch die Gegend unüm Dinge zu erledigen, Jüngster Sohn Nachbar von der Schule abzuholen und einkaufen zu gehen. Wieder zurück bei den Nachbarn gabs Salat und Knäckebrot mit Aufstrich als spätes Mittagessen. Nachdem ich noch ein paar Ringlotten und Tomaten (die ernten jeden Tag einen Riesenkorb Tomaten!) bekommen hatte, verabschiedete ich mich und ging zum ersten mal allein den Weg zurück zum Haus im Wald. 

Wie bereits kurz erwähnt, war ich nocht gerade heiß drauf allein im Wald zu bleiben. Auch als ich nicht allein war, musste ich zweimal das abendliche Zähneputzen vorzeitig abbrechen, weil mir spontan irgendein Horrorfilm oder Slenderman im Kopf herumspukten und ich panisch wieder ins Haus flüchtete. Ich las solange es hell war meine Zeitschriften, meine Bücher hatte ich schon fertig. Ich jausnete einen Salat mit Limettensaft statt Essig, bei dessen Säuregehalt die meisten Leute über Verätzungserscheinungen klagen würden. Ich mag meinen Essig und wenns sein muss eben Limettensaft. Nicht ohne Grund hatte mir Jouke beim zweiten mal Salat machen nicht mehr erlaubt den Limettensaft zu dosieren. Oder meine Oma immer verwundert den Kopf geschüttelt, wenn ich 5 Minuten lang den weißen (aka superlahmen) Balsamico auf meine Mozzarella mit Tomaten sprühte.
Um halb 9 räumte och meine Sachen hinein, blieb aber in meinem Schlafsack (der mir nur als Warmhaltepackung für kühle Abende diente) auf der Bank vorm Haus sitzen um noch möglichst lange das Licht zu nutzen. Als es wirklich zu finster wurde ging ich rein und zündete die Öllampen an. Ich spielte Solitär bis 11 und schlief dann wie üblich zu einem Die drei ??? Hörspiel ein. In der totalen Stille schlafen zu wollen wo ich bei jedem Waldgeräusch aufgeschreckt wäre, schien mir höchst unverantwortlich. Den Samstag verbrachte ich mit lesen, jausnen, Solitär spielen und Musik hören. Ausserdem versuchte ich moch an meinen Lieblingsrätseln wo man ein Wort vorgegeben hat und die Buchstaben numeriert sind und man die Buchstaben den Nummern richtig zuordnen muss. Die zweite Nacht war wie die erste, unheimlich, aber ereignislos. Diesmal versuchte ich aber tagsüber nicht viel zu trinken, damit ich im Dunkeln dann nicht mehr aufs Klo muss. Funktionierte aber nicht. Deswegen ging ich um 11 nochmal raus, dafür suchte ich mir das lustigste Lied dass ich finden konnte, welches da war "Die Stärke einer Frau" aus dem Musical Rebecca. Es ist eigentlich eher befreiend und emanzipierend gemeint, ist aber extrem lustig, wenn man sich zum sehr bildhaften Text eine nette Choreografie ausdenkt. In der Duuuuunkelhaaaaiit gibt sie ihm Zaichen und im Sturrrrm der Zaait gibt sie ihm Kraaaaaaaaaaft!

Dank der Stärke einer Frau hatte ich dann auch die letzte Nacht überlebt und packte fröhlich mein Zeug. Ich hatte am Vortag extra noch heißes Wasser in Thermoskannen aufbewahrt um am Sonntag noch das ganze Geschirr zu waschen. Leider war die Thermoskanne nicht richtig zu und das Wasser eher lau. Naja, hilft nichts. Ich wusch das Geschirr lauwarm, schaute überall nach ob noch was von mir rumlag, oder noch wichtiger, ob ich etwas wichtes eingepackt hatte, das nicht mir gehörte. Um dreiviertel 12 sagte ich baba zum Haus und rumpelte mit dem standardmäßigen Gefühl etwas vergessen zu haben den Waldweg zurück und wurde dort von einer der Wwooferinnen abgeholt, die ich angeheuert hatte mich zum Bahnhof zu fahren. (Im Sinne von nett gefragt) 

Der Rest meiner Reise wird in den nächsten Post verpackt. :)

Donnerstag, 27. August 2015

Frisches Brot und alte Bäume

Knäckebrot ist natürlich schon was feines, wenn wir uns sich ehrlich sind ist weiches Brot aber doch ein bisschen besser. Auch was die Verbreitung von Bröseln angeht, ist weiches Brot da nicht so Sauerei-verursachend. Da wir aber nicht ständig einkaufen fahren können nur um frisches Brot zu kaufen, beschlossen wir Brot zu backen. Also ich. Wir kauften Hefe (#shoppingday) und Mehl war schon vorhanden. Wasser auch. Beim Küchenherd ist neben der Feuerluke auch ein Backrohr integriert, moderne Technik sozusagen. Aus irgendeinem Grund ging ich prinzipiell mal davon aus, dass der Ofen sehr heiß werden würde und hoffte, dass das Brot nicht verbrennen würde. Die Sorge war aber unnötig, denn diese Annahme war falsch. Nach ca. einstündiger Befeuerung hatte das Backrohr, das nur von der linken Seite Wärme empfängt, Betriebstemperatur erreicht. Das heißt man konnte alle Seitenwände außer der linken noch kurz berühren ohne sich zu verbrennen. Wärmer wurde es nicht. Den Teig hatte ich mir aus den 4 verschiedenen Rezeptvorschlägen von den Hefepäckchen zusammengereimt. Weil ich gleich zu viel Wasser reinkippte wurde noch eine Weile nachjustiert und geknetet bis irgendwann mindestens 87% des Teiges nicht mehr an meinen Händen klebte. 
Dann musste ich den Teig gehen lassen, dazu sang ich Let it go und weinte ein paar Abschiedstränen. Ich fasste mich aber schnell wieder, denn es gab Mittagessen. Zwischen Kartoffeln und Kohl mit Mayonnaise teilte mir mein Handy mit dem Erklingen des Sailor Moon Titellieds mit, dass der Teig lang genug gegangen war. Ich pappte ihn auf ein bemehltes Brett, knetete in nochmal und haute ihn in eine kleine Ofenform. 

Lächerliche 3 Stunden später war das Brot mehr oder weniger fertig. Der Boden war noch etwas teigig, aber wir sind hart im Nehmen. Oder weich in dem Fall. Es schmeckte ziemlich in Ordnung. Supergut wäre übertrieben, es ist ja nichts drin als Wasser, Mehl, Hefe und ein bisschen Olivenöl. 
Schon im Vorjahr erklärte mir Jouke, dass man in den Niederlanden Schokostreusel aufs Brot gibt. Nutella ist ihnen scheinbar zu mainstream. In Schweden gibts aber keine Brotschokostreusel, deswegen nahmen wir stattdessen Chocolate Chips. Ein zartschmelzendes Gedicht! 

Dank der netten Frau beim ICA konnte ich ja bekanntermaßen ein Anti-Juckreiz-Mittel erstehen. Statt dem Gel hab ich mich aber aus irgendeinem Grund für die vertrauenerweckende Flüssigkeit im Glasfläschen entschieden. Das hilft auch gegen Juckreiz wie ich zuhause feststellte. Ich schätze es brennt einfach die betroffene Stelle weg. Dass es brennt stellte ich in dem Moment fest als ich vielzuviel in meine Hand leerte und damit großzügig meine Beine einschmierte. Die waren durch das viele Kratzen ein bisschen empfindlich und gingen gefühlsmäßig in Flammen auf. Ein weiteres Indiz für die zweifelhafte Zusammensetzung der Substanz fanden wir als Jouke bemerkte, dass das Zeug zwei fast weiße Stellen in dem dunkelbraunen Tisch hinterließ. Somit habe ich einen bleibenden Eindruck hinterlassen, was mich natürlich diebisch freut. Jouke bestimmt auch.

Auf Joukes Land liegen drei gefällte oder gefallene Bäume herum. Bzw lagen, wir haben sie nämlich zu Kleinholz verarbeitet. Erst durfte ich mit einer fetten Schere die Äste abzwicken, entblättern und in kleine Stöckchen schneiden. Die größeren wurden zersägt. Da die Bäume teilweise mitten in der Botanik lagen, waren sie nicht so leicht zu zerlegen, deswegen musste ich einige erst mit der Scheibtruhe auf die Wiese befördern oder in einem Fall warf ich einfach die Äste aus dem Dickicht auf den Weg. Für die Baumstämme brauchte Jouke eine Kettensäge. Er hatte auch drei Kettensägen, aber funktieren tat davon keine. Glücklicherweise konnte er sich noch eine ausborgen und zerlegte dann innerhalb von 2 Tagen alle vier Bäume mit einer Motivation und Freude die man sonst von Kindern kennt die ein riesengroßes Bällebad erblicken. Oder von einer stereotypen Manhattan Karrierfrau in einer Hollywoodfrauenkomödie, die einen Designeroutlet-Schlussverkauf entdeckt. 
Während die Bäume der Säge zum Opfer fielen, stürzte ich mich mit meinem besten Freund der Scheibtruhe wieder ins Vergnügen und sammelte die Holzklötze aus dem Dickicht auf und machte daraus zwei Berge. Passend zu der harten Arbeit hörte ich den Soundtrack von Wicked und zwischen dem Werfen, Rollen und Heben von fetten Holzklötzen ließ ich mich zu stummen musikalischen und theatralischen Darbietungen hinreissen.



Nach der Beseitigung der Bäume und der halbverotteten Holzhaufen, war ein großer Teil der für mich relevanten Aufgaben erledigt. Da überlegte ich erstmals ob denn noch 2 Wochen im Wald wirklich soo spannend wären. Dazu mehr im nächsten Post. :)

Mittwoch, 26. August 2015

Moskitos, Wald-Fashion und Shopping Day

So sehr ich mich über meine Ankunft im Wald freute, so sehr freuten sich die Moskitos über frisches Blut. In Null komma nix war ich überall angestochen. Ich weiß nicht ob ich erwartet habe, dass ich die ganze Zeit barfuß laufen würde, in kurzer Hose, gelegentlich irgendwo badend, jedenfalls hab ich das gar nicht erst probiert, sondern bin lieber dauerbesockt herumgelaufen. Und obwohl es tagsüber ziemlich warm war, hatte ich auch nur schwarze Kleidung an, hi und da mit einem langärmeligen Leiberl drunter. Als ich so zum ersten Mal bei den Nachbarn ankam, kam es sogleich zu einem Kulturschock. Nicht wegen Sprachen, Herkunft oder ähnlich banalem. Oh nein, die Differenz lag darin, dass die Wwoofer und Nachbarn allesamt in kurzer Kleidung und barfuß unterwegs waren und ich von oben bis unten schwarz angezogen und langärmlig in Wanderschuhen da stand. Die haben dort nämlich gar keine Moskitos. Ich reagierte souverän und meinte mir wär ja gar nicht heiß. Was auch stimmte solang ich mich im Schatten aufhielt oder mich in der Sonne nicht bewegte. Außer diesem Clash gab es aber keine Probleme, die waren allesamt nett und es gab ausserdem 3 wunderschöne Hunde die ich am liebsten allesamt eingepackt und mitgenommen hätte. 

Zusätzlich zu den Socken trug ich manchmal auch meine Bergschuhe, da ich annehme, dass meine Socken nicht so massiv gegen herumpurzelnde Holzscheite schützen. Die waren zwar oft superleicht weil verrottet, aber auch luftige Holzscheite tun weh wenn sie durch die von mir etwas fehlgeleitete Axt herumgefetzt werden. Das einzig coole an den luftigleichten Holzscheiten war, dass ich mir superstark vorkam wenn ich sie mit einem Axthieb zerfetzte. 

Neben Holz zerfetzten durfte ich auch Holz in der Scheibtruhe herumfahren. Jouke sieht zwar sehr edgy aus mit dem Gehstock, edgy hilft aber nicht wenn man beide Hände zum irgendwas festhalten braucht. Also fiel jegliches Scheibtruhenherumfahren, Tablett tragen, schwere Dinge transportiern in meinen Aufgaben bereich. In erster Linie durfte ich Holz chauffieren, aber der Abwechslung wegen, gab es auch mal Ziegel. Die lagen im Schuppen neben dem quasi funkelangelneuen zerlegten Geländewagen aus den 70ern. Die durfte ich in die Wiese fahren, wo Jouke vorhatte einen Raketenofen zu bauen. 
Im Haus gibt es einen großen, zentralen Holzofen, der an zwei Stellen in der Küche und an einer Stelle im Wohnzimmer befeuert werden kann. Nachdem ich beim Essen in der Küche mal fragte warum die Decke denn so schwarz sei, meinte Jouke, dass dem Vorbesitzer beim Heizen mal ein kleines Missgeschick passiert ist. Er hatte entweder eine Luke nicht geöffnet, oder es war etwas verstopft und dadurch zog der Rauch nicht wie üblich nach draussen ab, sondern drehte um und verteilte sich an der Decke aller Innenräume. Deswegen sieht das jetzt aus als hätte jemand mit ausschließlich schwarzen Wasserfarben gemalt und mit dem Pinselwasser die Decke gestrichen. 

Da dieser standardmäßige Kamin nicht gut genug für den Zimmermann Jouke ist, beschloss er einen Raketenofen zu bauen. Der sieht so aus:


Durch den Luftzug geht der Rauch oben raus und nicht da wo das Holz ist, außerdem soll das ganze effizienter brennen und weniger Holz brauchen. Im Probelauf draussen funktionierte das ganze ziemlich gut. Mit verzementierten Fugen und Isolierung bestehend aus so Tonkügelxhen aus dem Baumarkt ist dann sowieso alles supi!

Der Baumarkt führt mich auch schon zum nächsten Thema. Da unsere Brotvorräte zur Neige gingen, bestimmten wir den Samstag zum Shopping Day. Neben Brot brauchte Jouke einiges an Material aus dem Baumarkt, Thermoskannen (damit man nicht immer die schwere Entscheidung treffen muss, ob man das heiße Wasser jetzt für Tee oder zum Abwaschen verwendet), Essen bem IKEA (ermagerdermagerdermagerd), ein paar Lebensmittel. Ich bestand außerdem auf Insektenschutzspray und Anto-Juckreiz-Gel, da ich mich nicht mehr in der Lage sah die Moskitos mit reinem Hass und kratzenden Händen zu bekämpfen. 

Am Samstag gings dann also los. Wir marschierten zu den Nachbarn, stahlen eines ihrer Autos, fuhren nach Kalmar zum Bauhaus und betraten die wunderbare Welt der Heimasaunas, Bodenbeläge und verwirrten Mitarbeiter. Ob das Klischee mit den unfähigen Baumax-Mitarbeitern auch auf schwedische BauHAUS-Mitarbeiter zutrifft, kann ich weder bestätigen, noch widerlegen. Sie bemühen sich, wissen nur nicht immer was sie tun. Waber wer weiß das schon?
Am schwierigsten war die Suche nach dem wichtigsten und gleichzeitig geheimnisvollsten Objekt, nämlich einem Low Density High Temperature Mineral Fiber Board (sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen die Bezeichnung). Dieses Teil gibt es so unter dem Namen nicht, aber es wäre genau das was Jouke braucht um einen effizienten Küchenherd zu bauen, der nicht eine mittelgroße Baumschule verschlingt für eine Mahlzeit und einen Topf heißes Wasser extra. 
Da die Bauhausmenschen das Low Density High Temperature Mineral Fiber Board Problem nicht lösen konnten, fragten wir erstmal nach was einfacherem. Einem dreiwandigen Ofenabzugsrohr. Der befragte Mitarbeiter konnte nur mäßiges Englisch und wusste erst nicht was gemeint war. Ich sah meine Chance und warf gekonnt "tre väggor" ein. Ich bemerkte sogleich meinen Fehler, denn der Plural von vägg (Wand) ist nicht väggor. Väggor klang lautlich eher wie veckor (Wochen). Der mitarbeiter verstand mich trotzdem, meinte aber, dass sie sowas nicht hätten. 

Um die Bauhausmenschen nicht völlig zu überfordern fragten wir einen anderen Mitarbeiter nach etwas noch einfacherem. Feuerfestem Spachtelmaterial. Oder Mörtel. Clay halt. Der wusste gleich was abging, zeigte in Richtung kleinere Halle und sagte wir sollen nach eldfast bruk suchen. Fröhlich gingen wir in die Richtung davon und suchten die Regale ab. Da war sehr viel eldfast, und auch viel bruk aber kein eldfast bruk. Nach einer Runde um alle Regale in der Halle fragten wir nochmal. Der nächste Mitarbeiter schickte uns zurück in die Haupthalle. Immer noch mit ungebrochener Zuversicht gingen wir zurück und suchten weiter. Irgendwann fanden wir (nach einem 4. befragten Mitarbeiter) auch tatsächlich den eldfast bruk. Gleich 3 Kübel landeten im Einkaufswagen, den natürlich ich schieben durfte. Beide Hände und so. Nachdem auch noch 12 Meter Schlauch (für eine Wasserwaage), eine Schwedenflagge (für mich), umd noch irgendwas im Wagen gelandet waren, zahlten wir endlich und fuhren rüber zu IKEA! Nur zum Essen versteht sich. Wobei ich bei dem handkurbelbedienten Mixer schon weiche Knie bekam. Bei den rosa Silikon-Muffinförmchen musste ich zuschlagen, immerhin mache ich überhaupt nie Muffins. Was meinen Kauf nicht begründet, aber ich wollte die eben haben.

Nach IKEA fanden wir noch Thermoskannen in einem Alles-Geschäft (die haben da alles! Ausser Anti-Juckreiz-Gel). Fürs Essen kaufen fuhren wir zu Lidl, der war aber zu klein. Für Hefe, Gel und Tubenkäse (auf den bestand ich auch) fuhren wir noch zu ICA. Vorher setzten wir uns auf eine Bank, die idyllisch vor einem Betongebäude mit Blick auf den Parkplatz und die Straße gelegen war und aßen Kanelbullar. Bei all der Idylle fragten wir uns wer die glorreiche Idee gehabt hatte, an diese Stelle eine Bank hinzupflanzen.
Im ICA bekamen wir dann alles (außer dem Low Density High Temperature Mineral Fiber Board und einem dreiwandigen Ofenabzugsrohr) und konnten heimfahren. Bzw wieder bis zur Abzweigung, da hatten wir die Scheibtruhe versteckt mit der ich jetzt unseren ganzen gekauften Scheiß über den Waldweg zum Haus fahren durfte, während Jouke wieder das Auto zurückbrachte. Nach dem anstrengenden Tag jausneten wir ausgiebig mit Tomaten, Pesto, Tubenkäse, und frischem Brot. 

Cabin in the Woods

Der Titel Cabin in the Woods passt ja eigentlich nur in dem Sinne, dass es sich hier um ein Haus im Wald handelt. Der Inhalt des dazugehörigen Filmes deckt sich aber nicht wirklich mit den von mir erlebten Abenteuern. Erfreulicherweise!

An meinem ersten Tag entdeckte ich einige schwedische Magazine über Promis und noch mehr Magazine der Sorte Hemmets veckotidning. Die sind am allerbesten und voller spannender Geschichten aus den Leben der LeserInnen, furchtbar kitschige Fortsetzungsromane, Rätsel, Dekotipps, Rezepte. Herrlich! Diese Hefte stellten für die nächsten 1,5 Wochen eine wichtige Unterhaltungsquelle dar.


Dazu muss erwähnt werden, dass das Haus im Wald ohne Strom und fließendes Wasser ist. Jouke hat ein Solardings mit dem man Handys aufladen kann, Internet kann er bei den Nachbarn benutzen. Die wohnen 15-20 Minuten weg und bei denen hat Jouke im Vorjahr gewwooft.

Als Wasserquelle gibt es einen guten alten Trinkwasserbrunnen, der aber in den ersten paar Tagen nur fürs Kochen da war, weil irgendwem mal eine Solarlampe reingefallen ist. Deswegen wollte Jouke nach der Trockenlegung des Brunnens ein bisschen warten, damit sich die toxische Gefahr, ausgehend von der Lampe (die logischerweise geborgen wurde) in Luft auflösen konnte. Drum gabs zum so Trinken nur selbstgebrannten Schnaps, der in unauffällige Wasserflaschen abgefüllt war und auch verdächtig nach Wasser schmeckte. Wir hatten trotzdem eine gute Zeit.


Ich durfte Holzscheite die vom Vorbesitzer artgerecht in Haufen in der Wiese gehalten wurden, mit der Rückseite der Axt hauen um zu testen wie morsch und verrottet sie waren. Die meisten waren nicht mehr zu retten und so leicht, dass ich sie  wie Luftballons wegpusten konnte.
Als ich zu meinem zweiten Holzhaufen kam, haute ich willkürlich auf einen Holzscheit ein und zerstörte damit das Zuhause einer Ameisenkolonie. Ich entschuldigte mich vielmals, versuchte das Stück Rinde das abgefallen war wieder draufzulegen und konnte aber nur zusehen wie das Volk sine Larven evakuierte und sich zu ihrem (hoffentlich netten) alternativen Wohnsitz begab. Etwas traumatiesiert von dem Unglück, begann icx die anderen Holzscheite etwas zögerlicher zu hauen, dann war Mittag.

Wir haben glaube ich Spaghetti gegessen. Mit Tomatensauce versteht sich, das Pesto brauchen wir ja fürs Brot. Zur typisch schwedischen Waldjause gibts nämlich Brot mit Pesto, Mayonnaise, ungekühltem Käse, Erdnussbutter. So will es das Gesetz!

Mein Handy geht ja nach wie vor nicht im Ausland. Um das Problem zu beheben ging ich in einen [Netzanbieter]-Shop in Oberösterreich. Die Frau dort wusste gleich was das Problem war und sagte ich muss schriftlich die Aufhebung der Sperre beantragen. Hab ich auch gemacht. Die Hanseln von [Netzanbieter] haben aber scheinbar die Sperre nicht rausgenommen, aber mir auch nicht auf meinen Brief geantwortet. Das war dann ein ganz spannender Moment als mein Bus sich der tschechischen Grenze näherte und ich gleich erfahren würde ob ich Empfang habe oder nicht. Hatte ich natürlich nicht. Nachdem ich den Brief geschickt hatte, erwartete ich eine Art Rückmeldung wie "Die Sperre wurde aufgehoben". Da nichts kam ging ich noch mal in einen [Netzanbieter]-Shop in Wien. Die 2 Burschen im [Netzanbieter]-Shop wussten gar nicht von welcher Sperre ich redete. Die meinten [Netzanbieter] könnte ja gar nicht verhindern dass mein Handy im Ausland Empfang hat. Als Beweis meinte der eine von ihnen, dass er ja auch mal in Schweden war und dort sein Handy funktioniert hatte. Vielleicht sollten die zwei mal in einen [Netzanbieter]-Shop gehen und sich informieren.

Nach meiner Ankunft schrieb ich also meiner Mama eine SMS von Joukes Handy. Als Einzelkind gehe ich davon aus, dass mein Überleben für die Fortsetzung der Familienerblinie eine gewisse Wichtigkeit hat. Da ich vor über 24h gefahren war, wollte ich die Mama wissen lassen, dass ich nicht tot, entführt, verletzt, oder verloren gegangen war. Ich erwartete, dass sie den Erhalt der Nachricht bestätigen würde. Tat sie aber nicht. Ich fragte um eine Bestätigung an, es kam nichts. Dadurch ging ich davon aus, dass sie die Nachrichten nicht erhalten hatte und nach 2 Tagen fragte ich Jouke ob wir mal zu den Nachbarn gehen könnten, damit ich meine erfolgreiche Ankunft und mein Überleben verkünden konnte. Ging klar. Zu dem Zeitpunkt war ich schon in großer Sorge (diese Sorgen meinerseits haben tiefgründigere Ursachen die aber nicht hierhergehören) , weil ich befürchtete, dass sich daheim schon wer Sorgen machen könnte. Als ich dann im Internet angekommen war, stellte ich fest, dass daheim alle voll gechillt waren. Einerseits erleichtert über die fehlende Panik und andererseits auf den Tod beleidigt wegen der fehlenden Panik, kehrten wir (mit einigen Tomaten beschenkt) zurück in den Wald.

Am Anfang war der Bus

Mit diesem Post beginnt die Schilderung meiner Reise nach und durch Schweden im August 2015

Ich bin mir nicht sicher aber ich weiß es ganz genau. Das Zitat eines großen deutschen Fußballstars, dessen Name mir gerade nicht einfällt, beschreibt meine Anfangsschwierigkeiten In irgendeiner Weise. Ich habe gerade den ersten Post fertiggestellt, jetzt muss ich nur mehr die 14 Tage davor schnell niederschreiben. Hehehe. Ich weiß was ich erzählen will, nur bin ich nicht sicher wie viel davon. Ich wollte ehrlich gesagt auch einfach gern das Zitat bringen.

Gut, also es begann im Jahre 2014 da ich zum Wwoofen nach Schweden auf den kleinen ääh.. Hof (ein Haus, eine Scheune, 1,5 Hektar Land) Lunnaberg fuhr. Dort gab es den Holländer Jouke welcher sich als äußerst lustiger Mensch herausstellte. Wir bauten Entenhäuser, Zäune und Steinmauern und hörten dabei Ylvis, The Lonely Island und Rammstein. Zwischendurch unterhielten wir uns hauptsächlich in Südstaatlerenglisch, nachdem wir uns Paula Deen fries Cheesecake angeschaut hatten.
Jouke hatte vorher in der Nähe von Kalmar gewwooft und sich dort ein noch winzigeres Haus als das in Lunnaberg angelacht. Dieses Haus kaufte er schließlich im Juli 2015 und ich witterte eine Chance wieder ein paar Wochen in Schweden zu verbringen. Gesagt, getan. Nachdem er meiner Anfrage auf Besuchsrecht zugestimmt hatte, buchte ich einen Fernbus von Wien nach Kopenhagen und suchte einen passenden Anschlusszug bis Kalmar.

Am Dienstag dem 11. August um 13:00 gings los. Eine U-Bahnstation vor Erdberg enthüllte ein supermuskulöser von oben bis unten tätowierter Typ seine Identität als Sparschweinkontrolleur (vielleicht waren es auch Fahrscheine). Ich hatte am Vormittag am Bahnhof ein Ticket gekauft um es nicht am Weg zum Bus kaufen zu müssen. Blöderweise war das um 10:21 entwertet und der Kontrolleur musste mir leider 103€ für Schwarzfahren abknöpfen. Mit ganz leicht blutendem Herzen gab ich ihm 103€ in kleinen Scheinen, die ich immer für Weltuntergangsnotfälle bei mir habe (Vielleicht war es auch einfach Reisegeld das ich mithatte).

Nach diesem kleinen Faux-Pas ging ich amüsiert über die Lektion, die mir das Leben erteilt hatte zum Bus, setzte mich in die zweite Reihe oben links und freute mich auf die 9-stündige Fahrt nach Berlin. Dort sollte dann um 23:50 der Bus nach Kopenhagen wegfahren. Ich las mein Buch, versuchte zu schlafen und wunderte mich zwischendurch, dass wir so lange nach Prag brauchten. Irgendwann waren wir dann mit einer Stunde Verspätung in Prag. Dort stiegen viele Leute aus und ich ergatterte die vordersten zwei Sitze links oben im Bus. Der Traum einer/s jeden BusreisendInnen! (Gelegentlich wird hier auch gegendert)
Rechts vorne oben im Bus saß ein blauhaariger Typ mit einem riesen PC neben sich. Der fragte mich (freundlich) warum ich eine Mjölnir-Halskette habe. Ich sagte ich studiere Skandinavistik und darf das. Er fand das cool und meinte, dass sein Vater Spezialist für Skandinavistik und Altgermanistik sei (für 100%es Zutreffen der Details kann ich nicht garantieren, schlechtes Gedächtnis!). Später stellte sich auch noch heraus, dass sein Vater aus der selben Stadt kommt wie ich. Egal wohin man fährt man trifft ja doch immer die Leute ausm selben Dorf (so jetzt im weitesten Sinne gemeint). Jedenfalls ist eine stundenlange Busfahrt wesentlich spannender, wenn man jemanden zum Reden hat!

Wir kamen eine Stunde zu spät in Berlin an, was für mich nur hieß, dass ich 50 Minuten auf den Anschlussbus warten musste, statt 1h 50. Im Bus ergatterte ich den letzten Fensterplatz und freute mich diebisch. Die diebische Freude verflüchtigte sich aber janz schnell (man beachte das berlinerische Schwinden des G zum J) als wir um 00:10 immer noch standen weil der Bus um ca 8 Leute überbucht war. Der Busfahrer fragte ob sich wer freiwillig in ein Hotel einquartieren lassen wolle um erst am nächsten Tag zu fahren. Die Menge der Freiwilligen im Bus um 00:10 war überwältigend.. gering. 10 Minuten später hieß es, wir müssten in einen größeren Bus wechseln.
Beim Umstieg rannten einige ganz gerissene Leute direkt zum neuen Bus ohne sich um ihr Gepäck zu kümmern. Als sie merkten, dass dieses nicht wie von Zauberhand in den neuen Bus apparierte, reservierten sie ihre "hart erkämpften" Plätze mit Jacken und stiegen wieder aus. Als die mitdenkenden Menschen dann einstiegen, wurden die meisten Fensterplätze bereits von aggressiven Kleidungsstücken bewacht. Ich setzte mich neben die Frau, die auch im anderen Bus neben mir gesessen war. Sie fragte erschrocken ob ich etwa wieder zum Fenster wollte (im ersten Bus hatte ich ja den Fensterplatz). Ich sah meine Chance, bestand auf meinem Recht auf Fenster und prügelte die Frau mit meinem Nackenkissen aus dem offensichtlich mir zustehenden Fensterplatz. Mit dieser Aktion hatte ich mich erfolgreich auf das Niveau der Jacken-reservier-Gang befördert. Sie akzeptierten mich als eine von ihnen und luden mich ein, mal mit ihnen um die Häuser zu ziehen.

Mit einer Stunde Verspätung fuhren wir los und mit einer Stunde Verspätung kamen wir in Kopenhagen an. 3,5h Zug- und 20 Minuten Autofahrt später waren wir da. Beziehungsweise standen wir da wo von der Schotterstraße der Waldweg zu Joukes Haus abzweigt. Da konnte man mit dem Auto nicht weiter, also nahm ich meinen Koffer und rumpelte damit die 5 Minuten zum Haus, während Jouke das Auto zu den Nachbarn zurückbrachte. 20 Minuten später kam Jouke angehumpelt. Der hat sich Anfang April beim Kampfsporttrainig das Bein so dermaßen verdreht, dass er jetzt immer noch mit Gehstock geht. Wenn er einen Zylinder hätte könnte er lustige Tanzeinlagen machen.

Zum Abendessen gab es Lamm, welches Jouke von den Nachbarn geschenkt bekommen hatte und dazu Süßkartoffelpommes. Der Geruch von Schaf verfolgte uns noch eine Weile, die nächsten Tage kam immer wieder die Zwischenfrage "Does this smell like lamb?".
Somit war ich angekommen und ziemlich fertig. Anreise erfolgreich!

Tag 2 in Stockholm - Dienstag

Heute war ich (wieder) in Skansen, so wie damals mit Mutter (2012). Ich bin also zielstrebig dahin marschiert von wo die Boote nach Djurgården fahren (mit Umweg übers Tourismuszentrum weil ich meinen Stockholm-Card-Plan gestern vergessen hab. Auf einem Boot). Dort am Hafen stellte ich fest, dass das nächste Boot, welches auch auf Djurgården anlegt, erst um 14:32 geht (Es war 12:00). Hat mich ein bisschen gwundert, dass die vermutlich beliebteste Insel für Touristen nur so wenig angepeilt wird. Also dachte ich mir:  Mei dann woat i hoid und such nach der Quelle der Wraps die jeder um mi herum grod verspeist. (Hab die Quelle später gefunden. Panzini International) Stattdessen fiel mein Blick auf eine Bim mit der Destination: Djurgården
Da kam dann plötzlich eine dunkle Erinnerung vom Vortag in mir hoch, da war ja eine Brücke auf die Insel unter der ich bei der Royal Canal Tour durchgefahren bin dann.. Das erklärte einiges! In der Bim sitzend wurde mir dann auch klar warum auf Djurgården Autos und Bims fahren und wieso die Boote nur so sporadisch dort anlegen.

Voller neuer Erkenntnisse stieg ich also (eine Station zu früh) aus und ging zum Skansen Haupteingang. Zielstrebig und noch zu 73% restorientiert vom letztem Mal ging ich zu dem Café am am Anfang der netten kleinen Straße. Dort zog ich mir erstmal die Schuhe aus, denn die zerfledderten Sandalen von Forever 21 hatten sich schon am Vortag als eher unpassendes Schuhwerk für Städtetouristen wie mich herausgestellt. Alternativ dazu hätte ich noch Billig-Converse von denen ich Blasen bekomme und meine Bergschuhe die mein fetziges Outfit aber in keinster Weise komplementieren. Da bleibt halt nur barfuß.
So ließ ich also möglichst unauffällig meine Schuhe im Rucksack verschwinden und stapfte bzw tänzelte los. Der Bodenbelag wechselte zwischen feinem Schotter, grobem Schotter, mittelgrobem Schotter, halbeingegrabenen Steinen und Asphalt. Das war für meine zarten Füße auch nicht das Wahre, da sie in der letzten Zeit immer verpackt waren um den heimtückischen Moskitos im Wald keine Angriffsfläche zu bieten.
Also tänzelte ich die nette kleine Straße hinunter, geriet völlig unfreiwillig in die nette kleine Bäckerei und musste mir ein picksüßes Gebäck andrehen lassen. Tragisch! Den Gewürzladen begutachtete ich erst nur durchs Türfenster denn die Arbeiterwohnung (ein Zimmer) im oberen Stock war wichtiger. Der Sohn deutscher Touristen der hinter mir die Stiege raufstieg merkte an, dass das hier ja wie bei Oma auskuckt. Mutter Tourist stimmte zu. In der guten stube saß eine Dame in Kleidung der damaligen Zeit (als Arbeiter mit 5 Kindern noch so wohnten wie die deutsche Oma heute).

Das schöne an Skansen ist, dass immer nette, kostümierte Menschen bereitstehen um neugierigen, interessierten Besuchern ihre Fragen zun beantworten. Blöderweise bin ich nicht der Typ Tourist der Fragen stellt, darum kam von mir immer nur ein knapp innerhalb des für Menschen hörbaren Lautstärkebereichs liegendes "Hej", ein freundliches, interessiertes Lächeln und der Rest war Schweigen. In den Blicken der netten Leute konnte ich sehen wie gern sie mir die vielen Fragen beantwortet hätten die ich nicht hatte. Deswegen schaute ich mich kurz um, hörte mir die paar kurzen Infos an, die mir von den netten Leuten gelegentlich gegeben wurden, und ging wieder. Zwischendurch versuchte ich möglichst unauffällig möglichst viele Dinge zu berühren, die mit VÄNLIGEN INTE RÖRA! beschildert waren.

Nach der netten kleinen Straße kam das 1930er Viertel in dessen Milchladen ich sogar zwei Alibifragen zum Knäckebrot stellte um den netten Leuten eine Freude zu machen. (Im Milchladen gibts ausser Milch auch Brot und Gebäck, so wies im Gewürzladen alles Essbare das man trocknen kann gibt) hinter den Läden gab es ein Wohnhaus vor dem ein netter Mann grade fetzige 30er-Musik im Plattenspieler anschmiss. Die Oma der halbschwedischen Familie die davor stand fand die Musik jättefint und fing gleich an ein bisschen zu shaken. Ich ging derweil ins Haus, begutachtete das Wohnzimmer in dem ebenfalls 30er Musik lief,ging weiter in die Küche wo eine nette Frau stand und Knödel kochte, ich schrie ihr wieder mein kleines Hej entgegen und ging ins nüchste Zimmer wo ein für die Zeit supermodernes Ottomansofa stand, bei genauwrem Hinsehen stellte ich fest, dass die Polster darauf das selbe Muster haben wie ein Teppich meiner Oma. In diesem Moment war ich noch der Meinung, dass das durchgestrichene Kamerasymbol am Eingang von jedem Haus bedeutete, dass man keine Fotos machen dürfte (Eigentlich darf man nur keinen Blitz verwenden, wie ich später feststellte). Also holte ich unauffällig mein Handy aus dem Ruckack, während die halbschwedische Familie geschickt die nette Frau ablenkte, und machte für die Beweisführung ein Foto von der Couch. (Oma, Mama und Tante konnten später bestätigen, dass das Muster tatsächlich gleich ist. Total verrückt!)

Die nächsten 3,5 Stunden besichtigte ich nette Höfe mit netten Leuten und netten Tapeten, schloss mich unauffällig bei Reisegruppen an die mit deutschem Akzent Englisch redeten (Sehnsucht nach der Muttersprache und so), zig irgendwann meine Schuhe wieder an weil das Herumgestakse doch sehr nervig war, gab mit meinen Schwedischskillz beim Herrn im Folkets Hus an, sah die grantige Wiener Familie vom Vortag wieder (ausser Wien is a Stockholm a Dorf), aß ein entzückendes, überteuertes Törtchen, sah einen Typ mit dem selben Deichkind T-Shirt, das ich als Pyjama mithabe, und erfuhr wie man aus Flachs sachen spinnt.

Um halb 4 war ich dann fertig (mit den Nerven und den Füßen) und begab mich wieder zum Ausgang. Vorher schaute ich noch kurz in der Glasbläserei vorbei, denn dort war es so schön warm und nett zum zuschauen. Dann ging ich zur Bim, fuhr damit eine Ehrenrunde auf Djurgården und kehrte zum Nybroplan zurück. Das ist der Hafen wo die Boote nach Djurgården abfahren.
Ich hatte ein bisschen Hunger, weil ich ausser dem Gebäck und dem entzückenden Törtchen noch nichts erlegt hatte. Ich pflanzte mich vor 7eleven hin und schmarotzte Wlan um irgendeine eher nicht so teure Essensgelegnheit zu ergooglen. Schmarotzend und sitzend erblickte ich plötzlich eine Frau die im Julkakendern (in Schweden gibt es im Advent einen Film in 24 Teilen den man sich im Fernsehen oder online ansehen kann, es gibt auch Radiokalender soweit ich weiß) die supervorsichtige Mutter gespielt hatte. Meine erste schwedische Celebrity Experience! Ich stellte mir vor wie ich sie frage ob sie die vom Julkalender sei (ohne ihren Namen zu wissen) und ob ich ein Foto mit ihr machen könne. Natürlich tat ich das nicht. Das würde ja erforden eine fremde Person  anzusprechen was mir zutiefst widerstrebt. Also schmarotzte ich weiter bis ich ungefähr wusste wohin ich wollte, aß dann dort einen Burger und schneite am Heimweg völlig ungewollt in einen H&M rein. Dort wurde ich (von mir selbst) genötigt die selben Schuhe zu probieren die ich auch bei den drei H&Ms gestern probiert hatte und kaufte schließlich so ein Halsbanddings, dass ich in der Volkschule hatte und das jetzt wieder voll angesagt ist. Damit war der Tag draussen abgeschlossen.

Im Hostel schaute ich mir Megamind an, immer zwischen schwedischer und englischer Tonspur hin- und herwechselnd. Gegen halb 11 ging auf einmal der Feueralarm los, wir (ich und ein Australier der auch in meinem Zimmer wohnt) schauten auf den Gang, so wie alle anderen auch. Keiner wusste was los war. Da ich allein in Schweden 3 Bücher über radioaktive, biologische und hackerische(?) Terroranschläge auf Europa gelesen habe, warf ich geistesgegenwärtig alle wichtigen Sachen in meinen Rucksack, holte meine Schuhe unter dem Bett hervor und hielt mich bereit für eine spektakuläre Evakuierung. Eine Minute später war der Alarm aus und alles wieder ruhig. Etwas peinlich berührt, aber auch erleichtert, dass die Katastrophe abgewendet worden war, räumte ich mein iPad wieder aus dem Rucksack und schaute Youtubevideos.