Und weils so schön ist, mein letzter Moskitostich: sieht etwas ungesund aus..
Bevor ich zum Bahnsteig ging, wollte ich noch ein bisschen Essen kaufen für die lange Reise. Es ist ein nicht ganz alltägliches Gefühl mit einem großen Koffer in einen Supermarkt zu gehen.
Am Bahnsteig gab es zwei Ticketautomaten. Einen davon belagerte ich um mir mein Ticket zu kaufen.
Meine Route war Nybro - Alvesta und Alvesta - Stockholm. Der erste Zug war ein Öresundståg, bei dem ist die Zeit wurscht. Da kauft man das Ticket und fährt dann mit dem nächstbesten Zug die gekaufte Route, so wie daheim üblich. Nicht so bei SJ (einer von mehreren Zuggesellschaften in Schweden, soweit ich das verstanden habe) bei denen kauft man ein Ticket für einen bestimmten Zug und einen Platz. Am Automat stellte ich fest, dass der Zug den ich um 14:21 von Alvesta nehmen wollte nicht mehr verfügbar war. Das leuchtete mir nicht ganz ein, ich kaufte einfach ein Ticket für den um 16:21 (ja 2 Stunden später) und hoffte, dass das funktionieren würde.
Es funktionierte nicht. Ich stieg in den 14:21 Zug ein, wo mir der Schaffner dann erklärte, dass ich den nächsten Zug nehmen muss. Das war also der Plan, in Nässjö aussteigen, zwei Stunden (plus eine halbe Stunde Grundverspätung) warten und dann weiterfahren. Zum Glück gabs Wlan. Das rettet einem immer den Tag.
Ausserdem stellt sich bei mir ein wirklich dauernder Grantigkeitszustand nur ein, wenn der Grant von innen kommt und/oder bei Erschöpfung. Durch äußere Einflüsse wie z.B. Verkettungen von unangenehmen Umständen entlockt man mir höchstens 20 Minuten des angfressen seins.
Nach zwei Stunden Youtubevideos ging ich wieder zum Bahnsteig, wartete auf den Zug, beobachtete angetan einen Hund der scheinbar noch nie etwas tolleres als Bahnsteigfließen erlbet hatte und suchte dann im Zug meinen Platz. In 3 Stunden war ich im Schärenland und nach einigem herumirren, Rückkehr zum Bahnhof-Wlan um nochmal das Karten App zu nutzen kam ich auch irgendwann beom Hostel an, checkte ein, zerrte meinen unmöglichen Koffer das Stiegenhaus hinauf, wurde dafür von einem Hostelgast gelobt, und fand mein Zimmer. Ja und der Rest war übliches Ankommverhalten. Wlan nutzen, herumräumen, Bett beziehen, ein bisschen planen, und nicht gut schlafen.
Ein vergleichsweiße unspektakulärer Tag, dafür werden die nächsten umso extremer! :)


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